Zentrale Informatikdienste Kanton Basel-Landschaft


Notfallanrufe dank Emergency Gateway genau lokalisiert

Die Zentralen Informatikdienste (ZID) der Finanz- und Kirchendirektion des Kantons Basel-Landschaft sind ein langjähriger Kunde von Getronics. Im Rahmen der regelmässigen Gespräche wurde das Bedürfnis nach einer exakten Lokalisierung und Rückverfolgung eines Notrufs angesprochen. Im Bereich ZID sind über 45 Mitarbeitende tätig, die in der Finanz- und Kirchendirektion des Kantons Basel-Landschaft u.a. für den Betrieb des Rechenzentrums, IT-Basisdienste, Servicedesk, Netzwerk und Telephonie sowie die Kundenbetreuung zweier Direktionen verantwortlich sind. Die ZID verfügen wie viele andere Firmen und Organisationen über ein IP-Telephonienetzwerk mit zahlreichen Aussenstellen, welche alle über einen zentralen PSTN-Ausgang (Public Switched Telephone Network) ins öffentliche Telephonnetz gespiesen werden.

Genaue Lokalisation

Viele Firmen oder Organisationen haben in den letzten Jahren auf die Internet-Telephonie umgestellt und verfügen über ein IP-basiertes Telekommunikationsnetzwerk. Gleichzeitig wurde auch die Telephonie zentralisiert, die Anrufe gelangen damit über einen PSTN-Ausgang ins öffentliche Festnetz. Wenn nun das Unternehmen mehrere geographisch verteilte Standorte hat, ist die exakte Lokalisierung der Anrufe nicht ohne weiteres möglich. Unabhängig davon, von wo effektiv angerufen wird, gehen sämtliche Telephonate ins öffentliche Festnetz über den zentralen Firmen-PSTN-Ausgang. Dieser erscheint denn auch als Anrufnummer. In kritischen Situationen wie beispielsweise bei der Alarmierung von Notrufdiensten, welche von einem Firmen-IP-Anschluss getätigt werden, kann die Anrufnummer nicht genau lokalisiert werden.

Hier bringt Emergeny Gateway von Getronics die Lösung: Die Notrufe auf die Nummern 117/118/112/144 werden vom CUCM (Cisco Unified Communications Manager) an den Emergency Gateway weitergeleitet. Automatisch wird der Notruf an die Werksicherheit und den Empfang übermittelt und aufgezeichnet. Je nach firmeninternen Notfallprozessen kann der Emergency Gateway so konfiguriert werden, dass die Werksicherheit und der Empfang

  • nur passiv mithört und informiert ist
  • die erste Kontakt-Anlaufstelle ist, ohne dass der Anruf direkt an die Notrufzentrale weitergeleitet wird
  • sich in das Gespräch mit den Notrufdiensten einschalten kann
  • Kenntnis hat über den exakten Standort des IP-Telephons, von welchem aus der Notruf erfolgte.

Viele Vorteile

Emergency Gateway erlaubt dem internen Sicherheitsdienst die genaue Lokalisierung des Anrufers. Es weiss, von welchem IP-Telephon aus und in welchem Stockwerk/Flügel des Gebäudes telephoniert wurde, und kann so den Rettungskräften wichtige Informationen geben. Zudem können die Verantwortlichen an den entsprechenden Eingängen vorinformiert werden. Ist z.B. der Zugang zu Gebäuden aus Sicherheitsgründen gesichert, kann alles vorbereitet werden, damit die Rettungskräfte von Mitarbeitern direkt zum Anrufer begleitet werden ohne Verzögerungen an den Eingängen.

Emergency Gateway modifiziert die Notrufe von firmeninternen IP-Telephonen, damit die öffentlichen Notrufdienste die anrufende Nummer über die Direktwahl zurückrufen können, um weitere Informationen einzuholen. Abhängig von den eingesetzten IP-Telephonen oder der IP-Netzwerk-Architektur wird eine Erfassungsmethodologie auf Layer 2 (Switch/Port Variante) oder auf Layer 3 (Netzwerk-Architektur) angewendet, sodass die Portiersloge/Werksicherheit/Empfang über die genauen Umstände des Notrufs informiert ist, und die Informationen sicher gespeichert werden. Die vordefinierten Notrufnummern werden automatisch über den Emergency Gateway geroutet und aufgezeichnet.

Es ist auch möglich festzulegen, dass Notrufe nicht automatisch den Einsatzleitstellen zugeführt werden, welche wohl in der Nähe des PSTN-Standortes, aber nicht vom effektiv benutzten IP-Telephon sind. Damit wird verhindert, dass beispielsweise ein Ambulanznotruf in Lonay, der über das PSTN in Wallisellen ins öffentliche Netz eingespiesen wird, an die deutschsprechende Sanität im 300 km entfernten Wallisellen gelangt.

„Wir sind mit dem Emergency Gateway sehr zufrieden. Die Lösung hat sich in den Testläufen bestens bewährt“, sagt Andreas Schüepp, Abteilungsleiter Infrastructure Management der ZID.

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Herausforderung

Bei der Kombination von IP-Telephonie und zentralem PSTN-Ausgang stimmen die Anrufnummer und der effektive Anrufstandort bei geographisch verteilten Standorten der betroffenen Firma oder Organisation nicht mehr überein. In Notfallsituationen, in denen der Anrufer keine exakten Informationen zu seinem Standort mehr geben kann, ist dies unter Umständen sogar lebensgefährlich.


Lösung

Emergency Gateway ermöglicht die präzise Lokalisierung eines IP-Telephonie-Teilnehmers bei zentralen PSTN und bietet zusätzliche Funktionen, die je nach Bedürfnis der Firma/Organisation konfiguriert werden können.


Vorteile

  • Identifikation des genauen Anrufstandorts
  • Parallel-Information des firmeninternen Sicherheitsdienstes mit weiteren Funktionsmöglichkeiten
  • Automatische Aufzeichnung des Anrufs

 

Download

Case Study ZID - Emergency Gateway



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